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28.05.2019

Wirkung von Formen

Formen adressieren das Unterbewusste. Wer sie bewusst einsetzt, kann spannungsvolle Rauminszenierungen schaffen. Erfahrt hier mehr über die Wirkung von Formen.
Formen adressieren das Unterbewusste. Wer sie bewusst einsetzt, kann spannungsvolle Rauminszenierungen schaffen. Erfahrt hier mehr über die Wirkung von Formen.

von Tanja Pabelick

Ebenso wie Farben werden auch Formen zuerst auf unterbewusster Ebene wahrgenommen – solange sich die Formen nicht durch eine besonders mutige Ästhetik in den Vordergrund spielen. Mit dieser Eigenschaft kann die Geometrie von Objekten das Konzept des Interieurs unterstützen oder darin Akzente setzen.

Klar ist, dass Formen auf uns wirken. Warum das so ist, eine interessante Frage. Der Beantwortung ging schon 1929 der Gestaltpsychologe Wolfgang Köhler nach. Sein Forschungsgebiet untersucht die Anmutung von Dingen – und wie haptische, olfaktorische, auditive und visuelle Reize zusammenspielen. Köhler erfand zwei Worte: Maluma und Takete. Er legte diese Probanden vor, die sich dazu jeweils Objekte vorstellen sollten. Wer mit Maluma weiche Formen verbindet und Takete als etwas zackiges sieht, dem geht es wie 90 Prozent aller Menschen.

Im Umkehrschluss lässt sich die nachgewiesene Wirkung von Formen auf die Wahrnehmung auch gesteuert einsetzen. Das ist keine neue Idee, auch wenn sie in verschiedenen Kulturen unterschiedliche Namen trägt. Die Römer und Griechen übertrugen die Formen aus der Natur auf ihre Gebäude und leiteten daraus mathematisch den Aufbau der Welt ab. Die Lehre des Feng Shui bestimmt, wo Formen, Materialien und Farben platziert werden müssen, damit die Lebensenergie fließt – und Räume positiv auf uns wirken. Und das Bauhaus machte die Grundformen Quadrat, Kreis und Dreieck „zur Grammatik der Moderne“. Geometrische Formen können auf verschiedenen Ebenen ins Interieur integriert werden: Als Möbel, Einbauten und Accessoires, als Mustertapete oder Textilien. Sie sind ein Werkzeug für Harmonie und Proportionen, für Pointierung und Charakter. Aber die Formen fordern auch Sensibilität. Nur in minimalistischen Interieurs wirken strenge Geometrien aufgeräumt – hier kommt ihre Klarheit gut zur Geltung. Eher sparsam sollte man mit ihnen überall dort sein, wo schon ein großer Stil-, Material- und Mustermix stattfindet. Denn hier entsteht durch einen weiteren Layer schnell Chaos. Um den Überblick über Formen zu behalten hilft die Grüppchenbildung, bei der verschiedene geometrische Objekte zusammengestellt eine visuelle Einheit bilden. Zuletzt ist die wichtigste Regel – wie so oft – die, dass Regeln dafür da sind, gebrochen zu werden. Eine gute Komposition entsteht oft aus dem Bauch heraus und mit einem emotionalen Zugang zu Raum und Objekt.

Symmetrie vs Asymmetrie

Symmetrie macht Objekte für den Betrachter schneller erfassbar: es reicht schon das halbe Ding, um sich ein Bild vom Ganzen zu machen. Dem menschlichen Gehirn gefällt die Symmetrie – und auch in der Natur gehört sie zum gewohnten Bild: Blätter, Schmetterlinge oder andere Menschen – die Formen sind von der Natur achsensymmetrisch konstruiert worden. Regelmäßigkeit ist gefällig und gemütlich. Für eine harmonische Wirkung sollten Kurven ästhetisch logisch sein, wie eine sanfte Welle verlaufen oder eine regelmäßige Ellipse bilden – abrupte Richtungsänderungen oder formale Brüche werden als störend empfunden. Das gilt auch für Flächen, also dreidimensionale Formen. Aber auch hier gilt: Brüche an der richtigen Stelle können als interessant empfunden werden. Asymmetrische Formen sind die spannungsvollere Wahl, weil sie als Störer aufgefasst werden. An ihnen bleibt das Auge schneller hängen.

Akzente setzen

Die Badewanne BetteSpace bricht mit orthogonalen Traditionen und wird im Badezimmer dadurch zum gestalterischen Fokuspunkt. Besonders elegant am Design ist, dass die Trapezform nicht nur formal interessant ist, sondern außerdem den Raum optimal ausnutzt. Von dem  schmaleren Fußende profitieren vor allem kleinere Bäder oder schmale Grundrisse.

Oval und Organisch

Runde und organische Formen wirken weich. Am regelmäßigsten ist der Kreis, der uns aus der Natur als beruhigendes Element vertraut ist – sind doch von der Sonne bis zum Mond bis zu den Sternen alle Himmelskörper rund. Der Kreis hat kein Ende und keine Brüche – als Objekt ohne Anfang und Ende stehen Kreise und Ellipsen für Perfektion. Aufgrund ihrer Zeitlosigkeit lassen sie sich sich gut mit kantigen Formen kombinieren – hier wirkt das Widerspiel der Geometrien.

Der Natur auf der Spur

Die größte Badewanne von Bette bildet einen perfekten Kreis. BettePond wirkt damit besonders als frei im Raum stehendes Objekt faszinierend und spektakulär. Nicht nur ihr Name bezieht sich auf die Natur – auch ihre Form. Das wird immer dann besonders deutlich, wenn sie an Orten steht, an denen Gebäude und Architektur in einen Dialog treten.

Wie ein ausgehöhlter Kiesel: Das Waschbecken BetteCraft, entworfen vom Designbüro Tesseraux und Partner verbindet sein solides Auftreten mit einer zarten Silhouette: Die Schalen aus Titan-Stahl werden von Hand geformt und sind besonders dünn ausgeführt.

Markant kantig

Spitze Formen wirken dynamisch, allen voran das Dreieck mit seinen mythologischen Assoziationen. Quadrate wirken solide und sachlich. Zum regelmäßigen Viereck haben wir eine ganz besondere Beziehung: Es ist die Grundlage unseres Hausbaus und die meisten unserer Räume haben vier Ecken mit rechten Winkeln. Sowohl Quader als auch Rechtecke vermitteln uns Stabilität und Dauerhaftigkeit und wirken maximal solide.

Das Runde ins Eckige

Um Architektur spannungsvoll zu gestalten, sollte man auch mal mit dem dominierenden Motiv brechen. Hier wurde die zarte Effekt-Farbe  Blue Satin als Akzent in die strenge Architektur gesetzt – und als Farbtupfer genutzt, der alle Aufmerksamkeit auf sich zieht.

Das Eckige ins Eckige

Ein Quadrat in einem Quader: Das ist konsequente formale Strenge. Das Waschbecken BetteLoft spielt mit einem konisch zulaufenden Becken dezent dagegen. Auch die abgerundeten Ecken von BetteOne weichen die harte Ästhetik des schwebenden Marmorblocks auf.

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